Korkmotte
Biologie
Die Korkmotte ist 5 - 7,5 mm lang; der Falter hat eine Flügelspannweite von 10-14 mm. Hauptflug erfolgt im Frühjahr und Vorsommer. Eiablage auf Korken oder an feuchten Weinfässern, vorwiegend in feuchten, dunklen Kellern. Es gibt noch weitere Kleinschmetterlinge, deren Räupchen, auch als "Korkwurm" bekannt, in Weinkellern höchst unterwünscht sind.
Schaden
Die Raupen zerstören die Flaschenkorken der abgefüllten Weine. Der Wein läuft aus oder bekommt einen muffigen Geschmack. Dieser wird durch Schimmelpilze, Bakterien und Milben verursacht, die sich auf dem vom Kot durchsetzten, oft zentimeterlange "Bärte" bildenden Korkkrümelgespinnst ansiedeln.
Kornmotte
Biologie
Ähnlich der Getreidemotte, Vorderflügel jedoch silberglänzend, Spannweite 12 mm. Legt ca. 100 Eier zwischen Körnern ab. Raupen weißlich-gelb bis 10 mm lang. Puppen in Getreide, aber auch in Dielenritzen, Balkenrissen u.a. Verstecken.
Schaden
Getreide, besonders Roggen, wird von den Raupen an- und ausgefressen. Jungräupchen bevorzugen zunächst die Keimanlage der Körner. Körner mit Kotklumpen werden zusammengesponnen. Oft sind Getreidehaufen von glänzendem Gespinst überzogen. Schaden auch an gelagerten Drogenpflanzen, Gewürzen u.a. pflanzlichem Material.
Getreidemotte (Sitotroga cerealella)
Biologie
Flügelspannweite des Falters bis 18 mm, Vorderflügel lehmgelb mit schwarzen Punkten. Hinterflügel einfarbig, grau. Raupen erst gelblichrot, dann weiß, bis 6 mm lang, zylindrisch.
Schaden
Raupen fressen runde, glattrandige Löcher in Getreide-, Reis- und Maiskörner. Korninneres wird zerstört. Häufig in Importen aus wärmeren Gebieten.
Dörrobstmotte, Kupferrote (Plodia interpunctella)
Biologie
Flügelspannweite des Falters 20 mm. Vorderflügel an der Basis gelbgrau, an der Spitze kupferrot. Ca. 200 Eier, Raupen bis 16 mm lang, weißrosa oder grünlich. Zwei Generationen pro Jahr.
Schaden
Raupen fressen Keimanlage aus Körnern heraus, Körner durch Gespinste mit Kotkrümeln zu Klumpen verbunden. Lochfraß an Dörrobst, Nüssen, Backwaren, gelagerten Drogenpflanzen, Gewürzen u. a. Zur Verpuppung hin starke Gespinstbildung.
Fellmotte/Pelzmotte (Monopis rusticella/Tinea pellionella)
Biologie
An Pelzen und Wolltextilien ähnlich lebende und schädigende Insekten wie Kleidermotte.
Schaden
Wie bei Kleidermotte.
Kleidermotte (Tineola biselliella)
Die Kleidermotte ist 4-9 mm lang. Vorderflügel gelb, glänzend, Hinterflügel heller. Spannweite 14 mm. Weibchen legt 100-200 Eier einzeln an Stoffen ab. Raupen schlüpfen nach ca. 14 Tagen. Entwicklungsdauer bis zum Schmetterling bei Zimmertemperatur ca. 3 Monate. In geheizten Räumen 3-4 Generationen jährlich, in ungeheizten Räumen 2 Generationen. Typisch sind die bis 15 cm langen Gespinströhrchen.
Schaden
Die meist schmutzig-gelbweißen Raupen der Kleidermotte verursachen Lochfraß und Kahlstellen an Wollstoffen, Pelzen, Teppichen u.a.. Befallen werden vor allem Wollfasern, Textilien und Pelze, die längere Zeit nicht getragen wurden.
Larve der Kleidermotte
Biologie
Da bei allen Mottenarten der Schaden durch den Fraß der Larven verursacht wird, ist hier die Larve der Kleidermotte beispielhaft dargestellt. Mottenlarven werden bis zu 10 mm lang und haben im Unterschied zu Käferlarven Abdominalfüße.
Schaden
Je nach Mottenart erfolgt der Fraß in Materialien oder in Vorräten.
Mehlmotte (Ephestia kuehniella)
Biologie
Flügelspannweite des Falters 22 mm. Vorderflügel bleigrau mit gezackten dunklen Querbändern. Hinterflügel einfarbig, heller. Ca. 200 Eier. Rötliche, grünliche oder weiße, bis 20 mm lange Raupen sitzen oft in Gespinströhrchen. Verpuppung in Verstecken, Ritzen, Säcken u. a. außerhalb des Nährsubstrats. Drei bis vier Generationen jährlich. Kälteempfindlicher Schädling.
Schaden
Raupen fressen, verschmutzen und verspinnen Mehlprodukte, Backwaren, Körner, Dörrobst u. a. Durch die sehr starke Gespinstbildung kann es in Mühlen zu Verstopfungen der Förder- und Siebeinrichtungen kommen.
Speichermotte = Heu = Kakaomotte (Ephestia elutella)
Biologie
Ähnlich der Mehlmotte, nur etwas kleiner, Querbänder auf Vorderflügeln mehr gewellt.
Schaden
Raupen fressen an Kakaoprodukten, Futtermitteln, Nüssen, Dörrobst u. a. Durch die sehr starke Gespinstbildung kann es in Mühlen zu Verstopfungen der Förder- und Siebeinrichtungen kommen.


