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Der Hausbock

Hausbockkäfer „Holzbock“

Der Hausbockkäfer („Hylotrupes bajulus“), dessen Larven häufig als „Großer Holzwurm“ bezeichnet werden, ist unter den holzzerstörenden Insekten der gefährlichste Zerstörer des verbauten Holzes. Sein Verbreitungsgebiet liegt bis in weite Teile Europas sowie in einigen überseeischen Ländern.

Auftreten

Am häufigsten kommt der Hausbockkäfer auf Dachböden vor, wobei bevorzugt das Dachstuhlgebälk befallen wird. Ebenso können Deckenbalken und alle anderen Holzteile in Gebäuden wie z.B. Treppen, Fußböden, Türen, Fensterstöcke usw. betroffen sein. Der Schädling tritt in der Natur am verbauten Holz von Masten und Pfählen, Brücken sowie an Fachwerk und Zäunen auf.

Lebensbedingungen

Ursprünglich war der Hausbockkäfer ein Waldinsekt, das tote, trockene meist noch stehende Bäume bewohnte. Durch den zunehmenden Einfluss des Menschen, entwickelte er sich zu einem typischen Hausinsekt. Ferner werden nur Nadelhölzer wie Kiefer, Fichte, Lärche und Tanne befallen. Der Hausbockkäfer ist wärmeliebend und man findet ihn bevorzugt an warmen Orten wie z.B. im Sommer, auf stark erwärmten Dachböden und unter Metall-, Papp- und Schieferdächern.

Entwicklung

Die Entwicklungsgeschwindigkeit der Larven ist stark vom Eiweißgehalt des Holzes abhängig. Die Entwicklungszeit der Eiablage bis zum schlüpfen des Käfers variiert je nach  Nährstoffangebot sowie nach Klima des Holzes. Es vergehen 3 bis 6 Jahre bis zum Erscheinen der Käfer. Die Flug- und Paarungszeit fällt in die Sommermonate Juni bis August. Die Eiablage der Käferweibchen erfolgt durch eine lange, ausstreckbare Legeröhre in Risse und Spalten des Holzes – ca. 140 und 200 Eier.

Erkennungsmerkmale

Die Käferweibchen werden zwischen 10 und 25 mm lang und sind durch die Verlängerung des letztens Segments an den Enden der Flügeldecken erkennbar. Die Männchen sind kleiner, und erreichen eine Größe von 8 bis 16 mm. Der Körper sowie die Flügeldecken sind schwarz bis schwarzbraun. Ein weiteres Erkennungsmerkmal bilden die tropenförmigen, glänzend schwarzen Buckel auf dem Halsschild. Auf den Flügeldecken befinden sich max. 2 unterbrochene Querbinden aus gelbweißlicher bis grauweißer Behaarung. Die Beine sind schlank und an den Schenkeln keulenförmig, die dünnen Fühler sind etwa halb so lang wie der Körper. Die gelbweißen Larven erreichen im ausgewachsenen Zustand eine Länge von 15 und 30 mm.

Fraßbildung

Der Fraß der Larven beginnt in den äußeren Splintholzzonen und geht mit fortschreitender Entwicklung weiter in das tiefer gelegene Splintholz. Sie fressen unregelmäßig verlaufende ovale Gänge. Stellenweise kann man platzartige Erweiterungen finden, die sich auf einen Platzfraß zurückführen lassen. Die weicheren Frühholzschichten werden eher zerfressen als die härteren Spätholzschichten. Solche Fraßgänge enthalten feines, puderförmiges Bohrmehl, das mit Kotspuren vermengt ist.

Schutz

Es dürfen entsprechend der DIN 68 800 vorbeugende, bekämpfende chemische Holzschutzmaßnahmen mit geprüften Schutzmitteln durchgeführt werden. Zur vorbeugenden Behandlung können sowohl wasserlösliche als auch ölartige Mittel verwendet werden. Ferner ergibt sich oft die Notwendigkeit, zu überprüfen, ob und wo unter statischen Gesichtspunkten Auswechselungen, Verstärkungen oder Ergänzungen tragender Holzteile erforderlich sind.

Quelle: Dietger Grossar; Pflanzliche und tierische Bau- und Werkholz-Schädlinge