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Weißer Porenschwamm

Weißer Porenschwamm

Vorkommen

Der Weiße Porenschwamm („P. vaporaria“) ist der dritthäufigste Bauholzpilz. Der Pilz tritt sowohl in feuchten Neu- als auch Altbauten, in Bergwerken und an im Freien verbautem Holz (z.B. Masten und Schwellen) auf. Der Porenschwamm gehört wie der Kellerschwamm zu den Naßfäulepilzen und kann somit leichter bekämpft werden, als der Echte Hausschwamm. Durch die Austrocknung des Holzes stellt er sein Wachstum ein, jedoch kann er unter Umständen in eine über Jahre andauernde Trockenstarre verfallen bevor er abstirbt. Dabei besteht zu jeder Zeit die Gefahr des Wiederauflebens.

Lebensbedingungen

Der Porenschwamm gehört ebenso zur Gruppe der Cellulosezerstörer und zeigt dementsprechend eine Braun- oder Destruktionsfäule auf. Befallen wird überwiegend Nadelholz, an Laubholz wird der Pilz eher selten beobachtet. Er benötigt eine hohe Holzfeuchtigkeit von ca. 40%. Auf trockenes Holz kann der Pilz nicht übergreifen. Die optimale Wachstumstemperatur liegt bei ca. 27°C.

Erkennungsmerkmale

Das befallene Holz weist eine charakteristische braune Verfärbung in Verbindung mit einem würfelbruchartigen Zerfall auf. Im fortgeschrittenen Stadium lässt sich dieses zu Pulver zerreiben. Der Porenschwamm bildet ein gut entwickeltes Oberflächenmyzel. Es weist oft große Ähnlichkeit mit frischem Myzel des Echten Hausschwamms auf. Während sich jedoch beim Echten Hausschwamm das Myzel bald zu abziehbaren, silbergrauen Häutungen umwandelt, breiten sich Myzel und Strangsystem des Porenschwamms in typischer Weise eisblumenartig aus. Darüber hinaus ist das Myzel nicht so üppig und bleibt immer rein weiß, wenn von Verunreinigungen abgesehen wird. Die sich reichlich aus dem Myzel bildenden Stränge sind verhaltensmäßig dünn und bleiben auch im ausgetrockneten Zustand biegsam, so dass sie nicht brechen wie beim Echten Hausschwamm. Der Porenschwamm ist dazu fähig, mit seinem Myzel holzfreies Substrat zu über- und mit seinen Strängen poröses Mauerwerk zu durchwachsen. An feuchten Örtlichkeiten mit stockender Luft wie z.B. in Bergwerken, werden oft auch quastenförmige, an Strängen hängende Myzelmassen gebildet. Die Fruchtkörper sind anfangs weiß und werden im Alter mehr gelblich oder grau und weisen eine korkig-wergartige Beschaffenheit auf. Dies bedeutet, dass sie nicht verfaulen sondern vertrocknen. Sie liegen dem Holz entweder als verhaltensmäßig dünne Häute oder als Polster auf. Ferner weisen sie als besonderes Charakteristikum eine bereits mit bloßem Auge erkennbare Röhren- bzw. Porenschicht  mit weiten großen Mündungen (ca. 0,25mm bis 1mm) von eckiger und öfter zerschlitzter Form auf. Die Porenschicht ist bei horizontaler Lage des Holzes nach oben, bei vertikaler Lage nach unten gerichtet. Die farblosen, nierenförmig oder elliptisch geformten Sporen sind etwa 4,5 bis 6 cm lang und 2,5 bis 4,5 cm breit.

Schutzmaßnahmen

Vorbeugend werden Schäden durch den Porenschwamm vermieden, indem trockenes, gesundes Holz einschließlich solcher Füllstoffe verwendet wird. Ferner sollten Feuchtigkeitsquellen ausgeschaltet und amtlich anerkannte Holzschutzmittel mit pilzwidriger Wirkung an besonders gefährdeten Stellen eingesetzt werden. Dem aufgetretenen Befall begegnet man mit Beseitigung der Feuchtigkeitsursache und Austrocknung des Befallherdes. Vermorschtes Holz wird ausgewechselt und verbrannt. Belassenes und neu eingebrachtes Holz sollte mit einem pilzwirksamen, geprüften Schutzmittel behandelt werden, sofern eine Gefahr durch eine Wiederbefeuchtung nicht ausgeschlossen werden kann.

Quelle: Dietger Grossar; Pflanzliche und tierische Bau- und Werkholz-Schädlinge