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Insektenlexikon

Vorratsschädling:

Unter Vorratsschädlingen versteht man alle Tiere oder generell Organismen, die an eingelagerten Nahrungsmitteln des Menschen schmarotzen. Vorrangig sind dies Nagetiere (Ratten, Mäuse) und Insekten. Der Schaden entsteht einerseits durch die Vernichtung der Vorräte, andererseits durch die Verschmutzung und Kontamination mit Körperabsonderungen (Kot u. a.). Dadurch werden auch nicht gefressene Vorräte ungenießbar gemacht.

Betroffen sind vor allem Grundnahrungsmittel, die in großem Maßstab vorgehalten werden, wie Getreide, Mehl, Kartoffeln, Reis.

Materialschädlinge:

Unter Materialschädlingen versteht man in erster Linie Insekten und/oder deren Larven, die Materialien tierischer und pflanzlicher Herkunft schädigen können. Sie befallen - vorzugsweise nachts - hochwertige Produkte wie Pelze, Teppiche, Wolle, Bücher u.v.m. Selbst bei geringer Individuenanzahl können sie erheblichen, v.a. wirtschaftlichen Schaden verursachen. Beispiele hierfür sind z.B. Larven des Museumskäfers (Anthrenus museorum), des Dunklen Pelz- (Attagenus unicolor) oder des Wollkrautblütenkäfers (Anthrenus verbasci), wo durch diese Schädlinge verursachte Verluste oft erst bemerkt werden, wenn der Befall sehr stark ist. Auch hier sind die einzelnen Schädlingsarten in vielen Fällen nicht eindeutig und ausschließlich den Kategorien „Material-„ oder „Vorratsschädling" zuzuordnen.

Lästlinge:

Lästlinge verursachen keine direkten Schäden, werden jedoch oft allein durch ihre Anwesenheit als störend empfunden, können das menschliche Wohlbefinden beeinträchtigen und bei Massenauftreten zu ekelerregenden, nicht mehr tolerierbaren Verhältnissen führen. Es ist dabei nicht auszuschließen, dass der eine oder andere Lästling auch als Hygiene- oder Vorratsschädling eingestuft werden kann.

Insekten

Ameisen

Pharaomeise

Pharaoameise (Monomorium pharaonis)

Biologie
Arbeiterin nur 2-2,5 mm lang, bernsteingelb, Hinterleibspitze dunkel. Sehr wärmeliebend, kommt daher nur in gut geheizten Gebäuden vor. Nester mit Geschlechtstieren meist versteckt z. B. im Mauerwerk, unter Umständen in größerer Entfernung vom Fraßort.

Schaden
Fraß an eiweißreichen oder süßen Lebensmitteln bzw. organischen Abfällen. In Krankenhäusern besteht die Gefahr, dass sie Krankheitskeime aller Art verbreitet, da sie infolge ihrer geringen Größe überall hingelangt und mit Vorliebe auch an gebrauchtes Verbandsmaterial herangeht. Gefürchtet ist sie auch in Großküchen, Bäckereien, Süßwarenbetrieben, Hallenbädern u. a.

Rasenameise

Rasenameise (Tetramorium caespitum)

Biologie
Arbeiterinnen 2-3,5 mm lang, braun bis dunkelbraun. Nester an sandigen, sonnigen Stellen in Gärten, an Wegrändern, unter Steinen und Platten, häufig mit Erdaufwurf.

Schaden
Ameisen leben u. a. von zuckerhaltigen Substanzen und Fleisch. In Wohnungen und Vorratsräumen werden sie von Zucker, Früchten, Honig, Speisen, aber auch von frischen Fleischwaren angelockt. Die Ameisenstraßen führen zu den Nestern. In älteren Gebäuden können sie Holz zerstören.

Mattschwarze Wegameise

Mattschwarze Wegameise (Lasius niger)

Biologie
Vorwiegend braun gefärbt. Nester in Gärten, unter Steinen, Baumrinde, im Rasen, in Mauerspalten u. a. Meistverbreitete Art in Haus und Garten.

Schaden
zuckerhaltigen Substanzen und Fleisch. In Wohnungen und Vorratsräumen werden sie von Zucker, Früchten, Honig, Speisen, aber auch von frischen Fleischwaren angelockt. Die Ameisenstraßen führen zu den Nestern. In älteren Gebäuden können sie Holz zerstören.

Asseln

Kellerassel

Kellerassel (Porcellio scaber)

Biologie
Schiefergrau bis gelbgrau gefärbte, platte Krebstiere. Erwachsen etwa 15 mm lang. Auftreten in Waschküchen, Kellern, hinter Regalen, Kisten, zwischen Kartoffelhaufen und sonstigem feucht lagerndem Material.

Schaden
Leben von pflanzlichen Vorräten. Im Wohnhaus und Keller ist der Schaden im Allgemeinen nicht groß, nur kleine Fraßstellen an Kartoffeln, Gemüse und Obst. Tiere jedoch ekelerregend. Schäden im Garten an Keimlingen und Jungpflanzen.

Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner

Auch in Nordrhein-Westfalen (u. a. Dorsten, Marl, Herten) ist in diesem Jahr (2009-2012) an vielen Stellen ein Naturphänomen zu beobachten.: Wie der Name schon sagt, bewegen sich die Raupen auf Eichenbäumen wie eine Prozession. Problematisch sind die Raupen weniger wegen ihres Fraßes der Eichenblätter, sondern vor allem durch ihre Wirkungen auf den Menschen. Gefährdung für den Menschen und Tier: Die Härchen der Raupen enthalten ein Nesselgift. Das Nesselgift der Raupenhaare (Thaumetopoein) ist sehr stark und wirkt über einige Tage, die Wirkung des Giftes macht sich bemerkbar, indem man auf der Haut einen erheblichen Rückreiz verspürt sowie Rötungen auf der Haut (kleine Pocken) auslöst, eine Raupendermatitis. Darüber hinaus können beim Einatmen der Haare verschiedene Symptome auftreten, unter anderem auch pseudo-allergische Symptome -auslösen. Ein geringer Kontakt bei Menschen oder Tieren, löst oft nur einen Juckreiz aus, während ein heftiger Kontakt mit der Haut zu starkem Juckreiz, Schüttelfrost, Schwindel, in seltenen Fällen bis hin zu allergischen Schockreaktionen führen kann. Beim Auftreten gesundheitlicher Beschwerden sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht und auf den Raupenkontakt hingewiesen werden. Die Symptome können mit Medikamenten behandelt und damit gelindert werden. Man sollte daher Wälder, in denen sich viele Eichenbäume befinden, unbedingt meiden. Darüber hinaus sind jegliche Umgebungen, in denen sich Eichenbäume befinden, mit größter Vorsicht zu genießen, dies gilt für den Menschen sowie auch deren Haustier.

Der Falter
Der Falter selbst erreicht eine Flügelspannweite von 25 bis 30 mm, sie haben graue Vorderflügel mit schwach ausgeprägten dunklen Querlinien und weißgraue Hinterflügel, diese sind für den Menschen völlig ungefährlich.

Bekämpfung
Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinner, so haben wir es selbst erfahren, lässt sich am effektivsten durch das Absaugen bekämpfen, da auch hier die Haare in einem größeren Kreis des Nestes erreicht werden können. Hier ist zu berücksichtigen, dass die Bekämpfung nur mit einem speziellen Schutzanzug sowie Atemschutzmaske durchgeführt werden darf, um jegliche Kontakte mit den gefährlichen Haaren zu vermeiden.

Fliegen

Regenbremse

Regenbremse

Biologie
Fliegen 8 - 11 mm lang, mit gerade vorstehenden Fühlern. Hinterleib fast schwarz mit weißlichen Seitenflecken. Die grauen Flügel sind marmoriert. Die Regenbremsen halten sich nur im Freien auf.

Schaden
Stich verursacht starken Juckreiz. Blutung meist noch nach Quaddelbildung. Überträger von Milzbrand, der infektiösen Anämie der Pferde und der Weil´schen Krankheit.

Stubenfliege, Große oder Gemeine

Stubenfliege, Große oder Gemeine (Musca domestica)

Biologie
Fliege schwarz, 7-8 mm lang. Der Leckrüssel ist nach unten gerichtet und endet in dem gut erkennbaren Saugkissen. Die Innenränder der Flügel überschneiden sich in Ruhestellung. Legt bis zu 2000 Eier vorwiegend in Mist, Fäkalien, Komposthaufen und Müllplätzen ab, d.h. überall dort, wo sich organische Substanz zersetzt.

Schaden
Menschen und Haustiere werden beunruhigt und belästigt. Hat eine Vorliebe für menschliche und tierische Körperausscheidungen (Schweiß, Kot, eiternde Wunden). Überträgt Infektionskrankheiten, wie z.B. Thyphus, Cholera, Salmonellosen, Kinderlähmung, Maul- und Klauenseuche u. a. Wohnungseinrichtungen und Lebensmittel aller Art werden verschmutzt und unter Umständen mit Krankheitserregern verseucht.

Larve von Musca domestica

Larve von Musca domestica

Biologie
Aus den Eiern, die auf Dung, Kompost oder andere organische Substanzen abgelegt werden, entwickeln sich weiße, beinlose Maden, die bis zu 12 mm lang werden.

Schaden
Der Hauptschaden besteht darin, dass aus den Brutstätten massenhaft Nachschub für die Fliegenplage kommt. Hier bieten sich auch Ansatzpunkte für eine systematische Bekämpfung mit Larviziden, bevor es zur Plage mit adulten Fliegen kommt.

Stubenfliege, Kleine

Stubenfliege, Kleine (Fannia canicularis)

Biologie
Mit 5-6 mm Länge ist sie kleiner und schlanker als die Gemeine Stubenfliege. Der Hinterleib ist spitzer und meist dunkelbraun gefärbt. Sie fällt durch ihren lautlosen "Spielflug" auf, mit dem sie bevorzugt von der Decke herabhängende Gegenstände, wie z.B. Lampen, umkreist. Eiablage und Larvenentwicklung in strohigem Dung, Müll, Kompost, Küchenabfälle usw. Verträgt niedrige Temperaturen. Auftreten entsprechend vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätherbst.

Schaden
Verschmutzt Lampen, Tapeten usw. Verbreitet gelegentlich auch Keime.

Stechfliege, Gemeine oder Wadenbeißer

Stechfliege, Gemeine oder Wadenbeißer (Stomoxys calcitrans)

Biologie
Fliege 6-7 mm lang, Hinterleib mit bräunlichem Anflug, Stechrüssel zugespitzt nach vorne gerichtet und deutlich den Kopf überragend. In Ruhestellung sind die Flügel auseinandergespreizt, die Innenränder überschneiden sich kaum. Vermehrung und Entwicklung ähnlich wie bei der Großen Stubenfliege. Brutstätten vorwiegend Mistplätze u. a. faulendes organisches Material. Hauptauftreten im Spätsommer/Herbst; in Schuppen, Ställen und Wohnräumen.

Schaden
Beide Geschlechter saugen Blut und verursachen beim Menschen schmerzhafte Stiche. Quälgeister der Haustiere. Milch- und Mastleistungen gehen zurück. Übertragen außerdem gefährliche Krankheitskeime, z.B. Milzbrand, infektiöse Anämie, Ruhr und sich Zwischenwirte verschiedener Geflügelbrandwürmer.

Fleischfliege, Blaue = Schmeißfliege

Fleischfliege, Blaue = Schmeißfliege (Calliphora vicina)

Biologie
Fliege 10 - 14 mm lang, stark beborstet, vorwiegend schwarz, bräunliche Längsstreifen auf der Brust. Hinterleib dunkelblau glänzend. Über 1000 Eier werden in einzelnen Haufen an organisches Nährsubstrat abgelegt. Weiße Maden schlüpfen oft schon am selben Tag.

Schaden
Beleckt eiweißreiche Lebensmittel, wie Fleisch, Käse, Fisch, im Freiland auch Tierkadaver. Durch den abwechselnden Aufenthalt auf Aas und Lebensmitteln ist diese Fliege nicht nur unappetitlich, sondern überträgt auch gesundheitsschädliche Keime und verschmutzt Nahrungsmittel.

Fleischfliege, Graue

Fleischfliege, Graue (Sarcophage sp.)

Biologie
Fliege 10-16 mm lang, schlank. Brust hellgrau mit 3 dunklen Längsstreifen. Hinterleib sachbrettartig hell- und dunkelgrau gefleckt. Bringt an Tierkadavern im Freiland weißliche Larve zur Welt.

Schaden
Beleckt eiweißreiche Lebensmittel, wie Fleisch, Käse, Fisch, im Freiland auch Tierkadaver. Durch den abwechselnden Aufenthalt auf Aas und Lebensmitteln ist diese Fliege nicht nur unappetitlich, sondern überträgt auch gesundheitsschädliche Keime und verschmutzt Nahrungsmittel.

Tau- oder Essigfliege

Tau- oder Essigfliege (Drosophila melanogaster)

Biologie
Kleine, 2-3 mm lange Fliege mit gelbbrauner Färbung, roten Augen und schwarzem Hinterleib. Eier werden an pflanzliche Nährsubstrate abgelegt. Larven - weiß gedrungen, 3 mm lang. Befall bei entsprechender Wärme das ganze Jahr, vorwiegend aber ab Spätsommer, wenn reichlich verderbende Früchte und faulende Pflanzenreste vorhanden sind.

Schaden
Verletztes, zerschnittenes Obst, auch Obsttorten, Fruchtsaft, Most, Bier, Milch, faulende Pflanzenreste und Abfälle werden befallen und mit Eiern belegt. Dabei erfolgt Übertragung besonders von Hefepilzen, Essigbakterien u. a.

Flöhe

Hundefloh

Hundefloh (Ctenocephalides canis)

Biologie
1,5 - 3,2 mm lang, braun bis rotbraun, Kopf länglich. Hält sich in oder in der Nähe der Lagerstätten vor Hunden auf; kann auch vorübergehend auf den Menschen übergehen. Sonst wie Menschenfloh.

Schaden
Der Floh verursacht schmerzhafte Stiche an Menschen, Katze und Hund und saugt deren Blut. Sticht oft mehrmals hintereinander, um sich vollzusaugen. Der Juckreiz hält tagelang an. Es kommt zur Bildung von Quaddeln und Papeln. Überträger von Bandwürmern.

Katzenfloh

Katzenfloh (Ctenocephalides felis)

Biologie
1,5 - 3 mm lang, braun bis rotbraun, Kopf kurz. Hält sich in der Nähe der Lagerstätten von Katzen auf; kann aber auch vorübergehend auf den Menschen übergehen.

Schaden
Der Floh verursacht schmerzhafte Stiche an Menschen, Katze und Hund und saugt deren Blut. Sticht oft mehrmals hintereinander, um sich vollzusaugen. Der Juckreiz hält tagelang an. Es kommt zur Bildung von Quaddeln und Papeln. Überträger von Bandwürmern.

Menschenfloh

Menschenfloh (Pulex irritans)

Biologie
2-4 mm lang, dunkelbraun bis schwarz, seitlich zusammengedrückter Körper, starke Sprungbeine. Bis zu 400 Eier werden wahlweise in der Umgebung der Wirte abgelegt. Larven fadenförmig, beinlos, ca. 5 mm lang. Generationsdauer 4-6 Wochen. Flöhe können wochenlang hungern. Brutstätten sind vor allem Staub und Kehrichtansammlungen u.ä. in Ritzen, Fugen, Ecken usw. Die Larven ernähren sich von organischen Abfällen.

Schaden
Der Floh verursacht schmerzhafte Stiche an Menschen, Katze und Hund und saugt deren Blut. Sticht oft mehrmals hintereinander, um sich vollzusaugen. Der Juckreiz hält tagelang an. Es kommt zur Bildung von Quaddeln und Papeln. Überträger von Bandwürmern.

Rattenfloh = Pestfloh

Rattenfloh = Pestfloh (Xenopsylla cheopsis)

Biologie
Männchen 1,4 - 2 mm, Weibchen 1,9 - 2,7 mm lang. Kann von Ratten auch auf den Menschen übergehen und neben anderen Floharten die gefährliche Pest übertragen.

Schaden
Heute noch in einigen tropischen Ländern Überträger der Pestkrankheit, ansonsten Schaden wie beim Menschenfloh.

Flohlarven (Xenopsylla cheopsis)

Biologie
Die Flohlarven finden im Bodenbereich (z. B. Teppiche, Fußleisten, Ritzen) geeignete Schlupfwinkel. Die bis zu 5 mm langen Larven ernähren sich von organischen Materialien und vom Kot adulter Flöhe. Die Entwicklungsdauer der Larven beträgt ca. 7-18 Tage.

Heimchen

Hausgrille = Heimchen

Hausgrille = Heimchen (Acheta domesticus)

Biologie
Ausgewachsen ca. 20 mm lang, strohgelb mit lederbrauner Zeichnung. Verwand mit Feldgrillen und Heuschrecken. Zu kleinen Sprüngen befähigt. Vermehren sich in Schlupfwinkeln von Häusern, vor allem dort, wo es warm, feucht und dunkel ist (Keller, Küche usw.). Dort halten sie sich tagsüber verborgen. Nachts gehen sie auf Nahrungssuche; Sie sind Allesfresser. Während der warmen Sommermonate leben sie häufig im Freien und vermehren sich besonders gern auf Müllplätzen. Von dort wandern sie.

Schaden
Fraßschaden gering, befallene Nahrungsmittel werden jedoch mit Kot und leeren Larvenhäuten verschmutzt. Das Zirpen der Männchen wird als Belästigung empfunden.

Käfer

Schinkenkäfer, Rotbeiniger

Schinkenkäfer, Rotbeiniger (Necrobia rufipes)

Biologie
Metallglänzender, blaugrüner Käfer, bis 6 mm lang, Beine rotbraun. Eizahl 150-300, bei günstiger Ernährung bis 2000. Larve bis 10 mm lang. Zunächst weiß, später grau. Verpuppung meist außerhalb der befallenen Ware in Kokons aus organischem Material, wie Schinken, trockenes Fleisch, Holz u.a. Entwicklungsdauer 6 Wochen bis 6 Monate, von Temperatur und Nahrungsangebot abhängig.

Schaden
Käfer und die noch gefräßigeren Larven ernähren sich von Schinken, Rauchwurst, Därmen, Fellen, Hartkäse, Fischmehl, Schokolade, Trockenfrüchte u. a.

Speckkäfer, Peruvianischer Dornspeckkäfer

Biologie
Käfer 6-10 mm lang. Grundfarbe von Käfer und Larve braun-schwarz; Käfer mit heller Querbinde auf den Flügeldecken. Weibchen legt 100-200 Eier an Nahrungsstoffen ab. Unter günstigen Bedingungen bis zu 6 Generationen pro Jahr. Vorübergehend werden von Käfer und Larven auch niedrige Temperaturen gut vertragen.

Schaden
Speckkäfer - Befall wird meist an behaarten Larvenhäuten erkannt. Die gesellig auftretenden Larven zerstören Felle und Leder durch Schaben- und Lochfraß von der Innenseite her, vereinzelt auch Wolltextilien. Schäden entstehen auch dadurch, dass sich die Larven zur Verpuppung in Waren, wie Tabakballen, Garnrollen, Kork, weiches Holz, Asbest u.a., hineinbohren.

Speckkäfer, Gemeiner

Speckkäfer, Gemeiner (Dermestes lardarius)

Biologie
Käfer 6-10 mm lang, Grundfarbe von Käfer und Larve braunschwarz; Käfer mit heller Querbinde auf den Flügeldecken. Weibchen legt 100-200 Eier an Nahrungsstoffen ab. Unter günstigen Bedingungen bis zu 6 Generationen pro Jahr. Vorübergehend werden von Käfer und Larven auch niedrige Temperaturen gut vertragen.

Schaden
Speckkäfer-Befall wird meist an behaarten Larvenhäuten erkannt; die gesellig auftretenden Larven zerstören Felle und Leder durch Schabe- und Lochfraß von der Innenseite her, vereinzelt auch Wolltextilien. Schäden entstehen auch dadurch, dass sich die Larven zur Verpuppung in Waren, wie Tabakballen, Garnrollen, Kork, weiches Holz, Asbest u.ä., hineinbohren.

Speisebohnenkäfer

Speisebohnenkäfer (Acanthoscelides obtectus)

Biologie
Gelbgrüner, bis 5 mm langer Käfer mit hellgrauen Flecken. Ca. 40-50 Eier werden lose zwischen die Leguminosensamen abgelegt. Larven bohren sich in das Samenkorn ein; dort verpuppen sie sich. Sehr wärmeliebender Schädling, bei 20°C entwickelt sich eine Generation in 3 Monaten.

Schaden
Die verschiedenen Leguminosensamen zeigen mehrere kreisrunde Löcher. Der Mehlkörper wird ausgefressen, im Inneren findet man Larven, Puppen und Jungkäfer.

Tabakkäfer

Tabakkäfer (Lasioderma serricorne)

Biologie
Käfer bis zu 3,5 mm lang, braun, nimmt keine Nahrung auf. 20-30 Eier werden an Tabak und Tabakwaren abgelegt. Larve weiß, 4 mm lang, benötigt hohe Temperaturen zur Entwicklung, Gesamtentwicklungsdauer je nach Temperatur 6-10 Wochen. Kann sich nur in dauernd beheizten Räumen halten. Stirbt bei Temperaturen unter -7°C ab.

Schaden
Tabakwaren, Ölkuchen, Trockenfrüchte u.a. pflanzliche Substanzen zeigen kleine Bohrlöcher und Fraßgänge mit leichtem Kotauswurf. Typischer Schädling an Importwaren aus wärmeren Gebieten.

Teppichkäfer (Anthrenus scrophulariae)

Biologie
Käfer 3-4,5 mm lang. Im Frühjahr und Sommer als Pollenfresser an Blüten. Weibchen fliegen zur Eiablage in Wohnungen und Läger ein, wo sie an verschiedenen Materialien 20 und mehr Eier einzeln ablegen. Schon nach wenigen Tagen schlüpfen die behaarten Larven. Sie sind lichtscheu und halten sich häufig abseits von der Fraßstelle hinter Scheuerleisten, Schränken und in anderen Schlupfwinkeln versteckt. Generationsdauer knapp 1 Jahr.

Schaden
Die Larven bevorzugen als Nahrung trockene tierische Produkte aller Art, wie Wollstoffe, Pelze. Es können auch ausgestopfte Tiere und Insektensammlungen geschädigt werden.

Teppichkäfer (Anthrenus scrophulariae)

Biologie
Käfer 3-4,5 mm lang. Im Frühjahr und Sommer als Pollenfresser an Blüten. Weibchen fliegen zur Eiablage in Wohnungen und Läger ein, wo sie an verschiedenen Materialien 20 und mehr Eier einzeln ablegen. Schon nach wenigen Tagen schlüpfen die behaarten Larven. Sie sind lichtscheu und halten sich häufig abseits von der Fraßstelle hinter Scheuerleisten, Schränken und in anderen Schlupfwinkeln versteckt. Generationsdauer knapp 1 Jahr.

Schaden
Die Larven bevorzugen als Nahrung trockene tierische Produkte aller Art, wie Wollstoffe, Pelze. Es können auch ausgestopfte Tiere und Insektensammlungen geschädigt werden.

Vierhornkäfer

Vierhornkäfer (Gnathocerus cornutus)

Biologie
Käfer ca. 4 mm lang, rotbraun. Männchen tragen auf dem Kopf nach vorn gerichtete Hörner. Vermehrungsfähigkeit geringer als beim rotbrauner Reismehlkäfer.

Schaden
Käfer und Larven fressen Mehl bzw. Mehlprodukte, auch Teigwaren, Backwaren, Dörrobst, Nüsse. Gelegentlich am Getreide als Folgeschädling von Kornkäfer u. a. Starke Verunreinigung, Mehl wird klumpig, riecht muffig und erwärmt sich. An der Oberfläche befallener Partien häufig Larvenhäute.

Reismehlkäfer, Amerikanischer

Reismehlkäfer, Amerikanischer (Tribolium confusum)

Biologie
Käfer 3-4 mm lang, hell rotbraun gefärbt. Feine Punktstreifen und Längsrippen auf den Flügeldecken. Eizahl 300-600, Larven gelblichbraun, bis 8 mm lang. Entwicklungsdauer vom Ei bis Käfer bei Zimmertemperatur ca. 3-4 Monate. Mehrere Generationen jährlich. Wenig widerstandsfähig gegen Kälte und Nahrungsmangel.

Schaden
Käfer und Larven fressen Mehl bzw. Mehlprodukte, auch Teigwaren, Backwaren, Dörrobst, Nüsse. Gelegentlich am Getreide als Folgeschädling von Kornkäfer u. a. Starke Verunreinigung, Mehl wird klumpig, riecht muffig und erwärmt sich. An der Oberfläche befallener Partien häufig Larvenhäute.

Reismehlkäfer, Rotbrauner

Reismehlkäfer, Rotbrauner (Tribolium castaneum)

Biologie
Käfer 3-4 mm lang, hell rotbraun gefärbt. Feine Punktstreifen und Längsrippen auf den Flügeldecken. Eizahl 300-600, Larven gelblichbraun, bis 8 mm lang. Entwicklungsdauer vom Ei bis Käfer bei Zimmertemperatur ca. 3-4 Monate. Mehrere Generationen jährlich. Wenig widerstandsfähig gegen Kälte und Nahrungsmangel.

Schaden
Käfer und Larven fressen Mehl bzw. Mehlprodukte, auch Teigwaren, Backwaren, Dörrobst, Nüsse. Gelegentlich am Getreide als Folgeschädlinge von Kornkäfer u.a. Starke Verunreinigung, Mehl wird klumpig, riecht muffig und erwärmt sich. An der Oberfläche befallener Partien häufig Larvenhäute.

Reiskäfer

Reiskäfer (Sitophilus oryzae)

Biologie
Käfer ca. 3 mm lang, braun bis schwarz, mit 4 orangefarbenen Flecken auf den Flügeldecken, flugfähig. Sonst wie Kornkäfer.

Schaden
Durch die Larven werden die Körner vollkommen ausgefressen. Nur die leere, durchlöcherte Hülle bleibt erhalten. Befall durch die lichtscheuen Tiere nur im Inneren der Getreidehaufen. Getreide mit hohem Feuchtigkeitsgehalt wird bevorzugt. Befallenes Getreide erwärmt sich und wird muffig. Folgeschädlinge vergrößern die Verluste. Der Kornkäfer ist der wichtigste Schädling in lagerndem Getreide.

Pelzkäfer, Dunkler

Biologie
Käfer 3,5 - 5 mm lang, dunkelbraun. Flügeldecken sowie auf Halsschild in der Mitte und an den Seiten mit weißen Flecken. In seiner Lebensweise dem Teppichkäfer ähnlich. Weibchen fliegen zur Eiablage schon im Spätfrühjahr in Wohnungen und Lagerräume ein. Ca. 40-50 Eier. Die Larven halte sich oft abseits vom Fraßort versteckt. Entwicklungsdauer vom Ei bis zum Käfer mehr als 1 Jahr, häufig 2-3 Jahre.

Schaden
Die Larven fressen nahezu jede tierische Faser. Besonders gefährdet sind Pelze, Teppich und Polsterstoffe.

Pelzkäfer, Gefleckter (Attagenus pellio)

Biologie
Käfer 3,5-5,5 mm lang, dunkelbraun bis schwarz, auf Flügeldecken sowie auf Halsschild in der Mitte und an den Seiten mit weißen Flecken. In seiner Lebensweise dem Teppichkäfer ähnlich. Weibchen fliegen zur Eiablage schon im Spätfrühjahr in Wohnungen und Lagerräume ein. Ca. 40-50 Eier. Die Larven halten sich oft abseits vom Fraßort versteckt. Entwicklungsdauer vom Ei bis hin zum Käfer mehr als ein Jahr, häufig 2-3 Jahre.

Schaden
Die Larven fressen nahezu jede tierische Faser. Besonders gefährdet sind Pelze, Teppiche und Polsterstoffe.

Moderkäfer

Moderkäfer (Lathridius bergrothi)

Biologie
Sehr kleine Käfer, 1-1,5 mm lang, Farbe rötlichgelb glänzend. Leben hauptsächlich von Schimmelpilzen. Es gibt zahlreiche Arten, die nur schwer voneinander zu unterscheiden sind.

Schaden
Die Käfer treten als Lästlinge auf und verursachen Schäden, wenn sie in Lebensmittelvorräte, medizinische Nährpräparate oder Gesundheitstee geraten. Treten häufig in nicht genügend ausgetrockneten Neubauwohnungen sowie in Geflügelstallungen auf.

Messingkäfer

Messingkäfer (Niptus hololeucus)

Biologie
Käfer kugelig, 2,5-4,5 mm lang. Braun, mit langen goldgelben Haaren bedeckt. Weibchen legt 20-30 Eier, Larven schlüpfen nach 2-4 Wochen. Dauer der Larven-Entwicklung von Temperatur, Art und Menge der verfügbaren Nahrung abhängig. Normalerweise nur 1 Generation pro Jahr, in gut geheizten Räumen auch zwei. Käfer sehr beweglich, wandern bei Dunkelheit umher, lichtscheu, haben Vorliebe für Feuchtigkeit. Tagsüber versteckt in Boden- und Deckenhohlräumen. Häufiges Auftreten in alten Gebäuden.

Schaden
Im Gegensatz zu anderen Käferarten ist das vollentwickelte Tier der Hauptschädling. Zerstört mit Vorliebe Seide, Wolle, Kunstfasern; aber auch Lebensmittel, Zigarren u.a. werden oft angefressen. Massenauftreten oft dort, wo organische Abfall- oder Isolierstoffe in Hohlräume hineingebracht wurden (evtl. durch Mäuse oder Ratten).

Mehlkäfer

Mehlkäfer (Tenebrio molitor)

Biologie
Käfer ca. 12-18 mm lang, frischgeschlüpft braun, später schwarz, Punktstreifen auf Flügeldecken. Ca. 150-200 klebrige Eier werden zwischen der Nahrung abgelegt. Larve bis 28 mm lang, erst weiß, dann gelbbraun, glatt, als "Mehlwurm" bekannt. Entwicklungsdauer vom Ei bis zum Käfer ca. 1 ½ Jahre.

Schaden
Larven und Käfer fressen und verschmutzen Mehlprodukte, Getreideabfälle, auch Teig- und Backwaren. Mehl wird klumpig und riecht muffig. Befall geht meist von unbeachteten Getreide- und Mehlabfällen aus. Larven bohren gelegentlich auch Löcher in Bretter und Balken. Auch Überträger verschiedener parasitärer Würmer.

Maiskäfer

Maiskäfer (Sitophilus zeamais)

Biologie
Käfer ca. 4 mm lang, glänzendbraun bis schwarz, flugfähig, deutliche Flecken auf Flügeldecken. Sonst wie Kornkäfer.

Schaden
Durch die Larven werden die Körner vollkommen ausgefressen. Nur die leere, durchlöcherte Hülle bleibt erhalten. Befall durch die lichtscheuen Tiere nur im Inneren der Getreidehaufen. Getreide mit hohem Feuchtigkeitsgehalt wird bevorzugt. Befallenes Getreide erwärmt sich und wird muffig. Folgeschädlinge vergrößern die Verluste. Der Kornkäfer ist der wichtigste Schädling in lagerndem Getreide.

Leistenkopfplattkäfer

Leistenkopfplattkäfer (Cryptolestes ferrugineus)

Biologie
Käfer ca. 2 mm lang, braun, platt, mit langen Fühlern und Halsschild ohne Zähnchen, sonst wie der Getreideplattkäfer.

Schaden
Käfer und Larven fressen an Getreidekörnern, Mehlprodukte, Teigwaren, Backwaren, Dörrobst, Nüssen u. a. in Lebensmittelbetrieben und Lägern sehr gefürchtet, da er Verpackungsmaterial durchnagt und wegen seiner geringen Größe und großen Beweglichkeit überall hingelangt. Oft Folgeschäden von Kornkäfer.

Kugelkäfer

Kugelkäfer (Gibbium psylloides)

Biologie
2-3 mm lang, rotbraun, glänzend. Weibchen legt 20-30 Eier, Larven schlüpfen nach 2-4 Wochen. Dauer der Larvenentwicklung von Temperatur, Art und Menge der verfügbaren Nahrung abhängig. Normalerweise nur 1 Generation pro Jahr, in gut geheizten Räumen auch zwei. Käfer sehr beweglich, wandern bei Dunkelheit umher, lichtscheu, haben Vorliebe für Feuchtigkeit. Tagsüber versteckt in Boden- und Deckenhohlräumen. Häufiges Auftreten in alten Gebäuden.

Schaden
Im Gegensatz zu anderen Käfern Arten ist das vollentwickelte Tier der Hauptschädling. Zerstört mit Vorliebe Seide, Wolle, Kunstfasern; aber auch Lebensmittel, Zigarren u.a. werden aufgefressen. Massenauftreten oft dort, wo organische Abfall- oder Isolierstoffe in Hohlräumen hineingebracht wurden (evtl. durch Mäuse oder Ratten).

Kornkäfer (Sitophilus granarius)

Kornkäfer (Sitophilus granarius)

Biologie
2,5- 5 mm langer, brauner bis schwarzer, flugunfähiger Rüsselkäfer. Entwicklung vom Ei über Larve und Puppe zum Volltier erfolgt im Getreidekorn, gelegentlich auch in Teigwaren, Graupen u.a. Eizahl pro Weibchen 100-200 Stück. Das Weibchen nagt ein Loch in das Getreidekorn, das zur Eiablage dient und danach wieder mit einem Sekret verschlossen wird. Äußerlich fast normal aussehende Körner enthalten Larve oder Puppe.

Schaden
Durch die Larven werden die Körner vollkommen ausgefressen. Nur die leere, durchlöcherte Hülle bleibt erhalten. Befall durch die lichtscheuen Tiere nur im Inneren der Getreidehaufen. Getreide mit hohem Feuchtigkeitsgehalt wird bevorzugt. Befallenes Getreide erwärmt sich und wird muffig. Folgeschädlinge vergrößern die Verluste. Der Kornkäfer ist der wichtigste Schädling in lagerndem Getreide.

Khaprakäfer

Khaprakäfer (Trogoderma granarium)

Biologie
Käfer 1,8-3,0 mm lang, schwarzbraun, mit hellen und dunklen Querbinden auf den Flügeldecken. Der Käfer selbst nimmt keine Nahrung auf. 40-60 Eier werden einzeln, z.B. an Getreidekörnern abgelegt. Larven gelbbraun, trägt am Hinterende lange Haarbüschel. Sehr wärmeliebend, bei höheren Temperaturen mehrere Generationen pro Jahr. Larve überlebt Temperaturen bis zum Gefrierpunkt, kann bis zu 1 Jahr hungern.

Schaden
Befall werden außer Getreide, Getreidemehlprodukte, Grießmehl, Ölkuchen, Malz, Trockenmilch, Erdnüsse u.a. Bedeutendster Quarantäne-Schädling.

Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer

Glänzendschwarzer Getreideschimmelkäfer (Alphitobius diaperinus)

Biologie
Ca. 6 mm lang, schwarzbraune Käfer. Sehr langlebig (bis zu 3 Jahren). Die Käfer haben zwar gut entwickelte Flügel, fliegen aber nicht. Eiablage: bis zu 2600 einzeln auf dem Substrat. Die gelbbraunen Larven werden bis zu 12 mm lang und ähneln einem kleinen Mehlwurm. Die Nahrung besteht aus pflanzlichen Produkten (besonders verschimmelten), aber auch Aas. Entwicklungsdauer: 5 Wochen (bei 30°C) bis 9 Wochen (bei 24°C). Vorkommen: in Geflügel- und Schweineställen, Lägern von Futtermitteln und in feuchten Küchen.

Schaden
Überträger von Krankheiten, vor allem in Hühnerställen, Schäden an Dämmmaterial und dergleichen durch Einbohren der verpuppungsreifen Larven und den Bau von Puppenwiegen. Die Käfer bohren ebenfalls in weichen Materialien. Die Art spielt als Vorratsschädling nur eine untergeordnete Rolle.

Getreideplattkäfer

Getreideplattkäfer (Oryzaephilus surinamensis)

Biologie
Ca. 3 mm langer, schlanker, abgeplatteter Käfer, tabakbraun, am Halsschild beiderseits 6 spitzen Zähnchen. Sehr lebhaft.150-200 Eier werden zwischen den Körnern abgelegt. Entwicklungsdauer je nach Temperatur 3 Wochen bis 4 Monate. Gegen Frost und Lufttrockenheit empfindlich.

Schaden
Käfer und Larven fressen an Getreidekörnern, Mehlprodukte, Teigwaren, Backwaren, Dörrobst, Nüssen u. a. In Lebensmittelbetrieben und Lägern sehr gefürchtet, da er Verpackungsmaterial durchnagt und wegen seiner geringen Größe und großen Beweglichkeit überall hingelangt. Oft Folgeschäden von Kornkäfer.

Getreidenager, Schwarzer

Getreidenager, Schwarzer (Tenebrioides mauretanicus)

Biologie
Käfer glänzend schwarzbraun, stark abgeplattet, zwischen Halsschild und Rumpf tief eingeschnürt, ca. 11 mm lang. Eizahl zwischen 500 und 1000. Schmutzigweiße Larven, ca. 20 mm lang, bohrt sich zur Verpuppung oft in weiches Holz ein. Entwicklungsdauer ca. 1 Jahr. Käfer sehr langlebig.

Schaden
Getreidekörner sind unregelmäßig befressen, Keimanlage wird bevorzugt. Fraßschäden durch Käfer und Larven auch an Mehlprodukten, Backwaren, Sämereien u. a. möglich. Selbst in Säcke und Sichterbespannungen von Mühlen werden Löcher gefressen. Larven und Käfer vermögen sich durch Verpackungsmaterialien zu fressen.

Getreidekapuziner

Getreidekapuziner (Rhizoperta dominica)

Biologie
Der Halsschild des 3 mm langen, schwarzbraunen Käfers ist kapuzenartig über den Kopf gestülpt. Auffällig sind die starken Einschnürungen hinter dem Halsschild und die Punktstreifen auf den Flügeldecken. 300-500 Eier werden an Getreidekörnern abgelegt. Die Larvenentwicklung und Verpuppung erfolgen im Korn. Bei Normaltemperatur ca. 2 Generationen pro Jahr. Bei zu warm eingelagertem Getreide Entwicklungsdauer ca. 5 Wochen, entsprechend mehrere Generationen pro Jahr.

Schaden
Die Getreidekörner sind unregelmäßig angefressen und können völlig ausgefressen werden. Schäden sind auch an verschiedensten Getreideprodukten, trockenen Backwaren, Bohnen u.a. möglich. Den Hauptschaden verursachen die Larven, aber auch die Käfer selbst schädigen durch Ihre Bohrtätigkeit. Wichtiger Verpackungsschädling.

Diebskäfer, Gemeiner = Kräuterdieb (Ptinus tectus)

Biologie
Käfer braun, bis 4 mm lang. Flügeldecken stark punktiert. Männchen schmal, Weibchen mit eiförmigem Hinterleib und weißen Querbinden auf Flügeldecken. 20-60 Eier, Larve gelblichweiß, 1-2 Generationen pro Jahr.

Schaden
Käfer und Larven fressen an Backwaren, Mahlprodukten aller Art, Gewürzen, Kräutern, aber auch an Fleischwaren, Häuten u.a. In befallenen Vorräten findet man die dickwandigen Puppenkokons, meist an der Innenseite von Verpackungsmaterial festsitzend. Verpackungsmaterial oft durchlöchert. Befallenes Gut wird durch Sekretfäden stark verschmutzt.

Brotkäfer

Brotkäfer (Stegobium paniceum)

Biologie
Rostbrauner, ca. 3 mm langer Käfer. Volltier nimmt keine Nahrung auf. Legt bis zu 100 Eier an Nahrungsstoffen ab. Frischgeschlüpfte Larven weiß, breiten sich über größere Strecken aus und dringen überall ein. Puppe in ovalen, aus Nahrungsteilchen zusammengesponnenen Köchern. Meist nur 1 Generation pro Jahr.

Schaden
Brot, Gebäck, Teigwaren, Getreidekörner zeigen stecknadelkopfgroße, kreisrunde Löcher. Schäden auch in Hülsenfrüchten, an Mahlprodukten, Fertignährmitteln, trockenen Pilzen und Gemüse, Kräutern, Tee, Kaffeebohnen u.a. Außerdem werden Verpackungsmaterialien, wie Papier, Pappe u.ä., durchfressen.

Läuse

Bücherlaus

Biologie
Ca. 1 mm lang, blassgelbe, flügellose Insekten. Die Tierchen laufen lebhaft umher, machen auch kleine Sprünge.

Schaden
In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit verursachen sie Schabenfraß an Papierwaren, wie z.B. Bücher, Akten, Tapeten; es entsteht Papierstaub. In frisch tapezierten oder feuchten Neubauwohnungen kommt es oft zur Massenvermehrung; sie fressen dort den kaum sichtbaren Schimmelpilzrasen von der Tapete ab. In zu feucht gelagerten, muffigen Lebensmitteln vermehren sie sich sehr stark und beschleunigen den Verderb. Auch Textilien, Drogen und Matratzenfüllungen können sie schädigen.

Staublaus

Staublaus

Biologie
1-2 mm lang, meist hell, gelegentlich auch dunkel gefärbt. Teils mit Flügelschüppchen, teils ohne. Die Tierchen laufen lebhaft umher, machen auch kleine Sprünge.

Schaden
In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit verursachen sie Schabenfraß an Papierwaren, wie z.B. Bücher, Akten, Tapeten; es entsteht Papierstaub. In frisch tapezierten oder feuchten Neubauwohnungen kommt es oft zur Massenvermehrung; sie fressen dort den kaum sichtbaren Schimmelpilzrasen von der Tapete ab. In zu feucht gelagerten, muffigen Lebensmitteln vermehren sie sich sehr stark und beschleunigen den Verderb. Auch Textilien, Drogen und Matratzenfüllungen können sie schädigen.

Mäuse

Hausmaus

Hausmaus

Biologie
Auf der Oberseite dunkel bis schwarz, unterseits grau gefärbt. Körper und Schwanz jeweils bis 9 cm lang. Große Vermehrungsfähigkeit. 4-8 Junge pro Wurf, 4-6 Würfe jährlich. Lebt bevorzugt in trockenen Räumen, kann sich gut an verschiedenen Bedingungen anpassen, z.B. an Kälte (Vorkommen in Kühlhäusern).

Schaden
Lebens- und Futtermittel, aber auch Textilien, Papier, Leder u. a., werden aufgefressen und durch Exkremente verunreinigt. An Getreide unterscheidet sich Auftreten der Mäuse von Rattenbefall durch das Vorhandensein von kleinen, ca. 1-2 mm großen Nagespänen (Spelzen, Kornstückchen). Überträgt auch Krankheiten, z.B. Paratyphus, Trichinose u.a.

Milben

Herbstgrasmilbe

Herbstgrasmilbe

Biologie
Ca. 0,7 mm lang. Lebt an Gräsern, Sträuchern im Freiland. Massenauftreten bei warmer, trockenen Witterung im Spätsommer und Herbst. Die rötlich gefärbten Tiere wandern vor allem dort, wo Rasenflächen an Gebäude angrenzen, in großen Mengen in Wohnungen ein. Nur die Larven dieser Milben leben parasitisch.

Schaden
Befallen Menschen und Tiere. Verursachen Juckreiz, Hautekzeme, Allergien.

Hausmilbe

Hausmilbe

Biologie
Ca. 0,5 mm große, weißliche, 8-beinige Tiere. Sie sind nur bei stärkerer Vergrößerung zu erkennen. Zu einer Massenvermehrung kommt es nur in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit, in denen auch Schimmelbildung auftritt. Häufiger im Hausstaub kommen die Hausstaubmilben vor. Die Weibchen sind ca.0,3-0,4 mm lang, die Männchen 0,2-0,3 mm.

Schaden
Überziehen Wände und Polstermöbel im Wohnungen und Lagerräumen wie mit einer staubartigen, schmutzig weißen Belag. Hausmilben-Befall kann bei empfindlichen Personen Asthma und Hauterkrankungen hervorrufen. Verursacher der "Hausstaubmilben-Allergie" .

Hühnermilbe = Vogelmilbe

Hühnermilbe = Vogelmilbe

Biologie
ca. 0,7 mm lang, gelblich bis bräunlich gefärbt, nach dem Saugen von Vogelblut rot bis schwarz. Siedelt sich in Geflügelställen an. Als Schlupfwinkel dienen Legenester sowie Risse, Fugen und Ritzen in Stalldecken und Wänden. Hühnermilben können bis zu drei Monate hungern.

Schaden
Saugen nachts Blut; an den Stichstellen kommt es zu Entzündungen und lang anhaltendem Juckreiz. Aufzucht, Mast- und Legeleistungen werden beeinträchtigt. Die Milben übertragen Geflügelcholera und Geflügelpest. Bei längerem Nahrungsmangel dringen sie auch in Wohnungen ein und plagen die Menschen.

Mehlmilbe

Mehlmilbe

Biologie
Ausgewachsene Tiere 0,4-0,6 mm lang, weiß, sehr langsame Bewegungen. Ausgewachsene Tiere tragen 8, Larven 6 Beine. Während der Larvenentwicklung auftretende Ruhestadien ermöglichen langes Überleben bei Nahrungsmangel und Trockenheit.

Schaden
Befallene Körner, Teig- und Backwaren sind wie von einer hellen Staubschicht überzogen. Bei Getreidekörnern wird zunächst die Keimanlage, dann der Mehlkörper befressen. Beim Mehl findet man auf der Oberfläche und im Innern feine Milbengänge. Befallene Produkte verderben, schmecken bitter und sind für Mensch und Tier gesundheitsschädlich. Hauptschaden bei feuchter Lagerung.

Motton

Speichermotte = Heu = Kakaomotte

Speichermotte = Heu = Kakaomotte (Ephestia elutella)

Biologie
Ähnlich der Mehlmotte, nur etwas kleiner, Querbänder auf Vorderflügeln mehr gewellt.

Schaden
Raupen fressen an Kakaoprodukten, Futtermitteln, Nüssen, Dörrobst u. a. Durch die sehr starke Gespinstbildung kann es in Mühlen zu Verstopfungen der Förder- und Siebeinrichtungen kommen.

Mehlmotte

Mehlmotte (Ephestia kuehniella)

Biologie
Flügelspannweite des Falters 22 mm. Vorderflügel bleigrau mit gezackten dunklen Querbändern. Hinterflügel einfarbig, heller. Ca. 200 Eier. Rötliche, grünliche oder weiße, bis 20 mm lange Raupen sitzen oft in Gespinströhrchen. Verpuppung in Verstecken, Ritzen, Säcken u. a. außerhalb des Nährsubstrats. Drei bis vier Generationen jährlich. Kälteempfindlicher Schädling.

Schaden
Raupen fressen, verschmutzen und verspinnen Mehlprodukte, Backwaren, Körner, Dörrobst u. a. Durch die sehr starke Gespinstbildung kann es in Mühlen zu Verstopfungen der Förder- und Siebeinrichtungen kommen.

Larve der Kleidermotte

Larve der Kleidermotte

Biologie
Da bei allen Mottenarten der Schaden durch den Fraß der Larven verursacht wird, ist hier die Larve der Kleidermotte beispielhaft dargestellt. Mottenlarven werden bis zu 10 mm lang und haben im Unterschied zu Käferlarven Abdominalfüße.

Schaden
Je nach Mottenart erfolgt der Fraß in Materialien oder in Vorräten.

Kleidermotte

Kleidermotte (Tineola biselliella)

Biologie
Die Kleidermotte ist 4-9 mm lang. Vorderflügel gelb, glänzend, Hinterflügel heller. Spannweite 14 mm. Weibchen legt 100-200 Eier einzeln an Stoffen ab. Raupen schlüpfen nach ca. 14 Tagen. Entwicklungsdauer bis zum Schmetterling bei Zimmertemperatur ca. 3 Monate. In geheizten Räumen 3-4 Generationen jährlich, in ungeheizten Räumen 2 Generationen. Typisch sind die bis 15 cm langen Gespinströhrchen.

Schaden
Die meist schmutzig-gelbweißen Raupen der Kleidermotte verursachen Lochfraß und Kahlstellen an Wollstoffen, Pelzen, Teppichen u. a. Befallen werden vor allem Wollfasern, Textilien und Pelze, die längere Zeit nicht getragen wurden.

Fellmotte/Pelzmotte (Monopis rusticella/Tinea pellionella)

Biologie
An Pelzen und Wolltextilien ähnlich lebende und schädigende Insekten wie Kleidermotte.

Schaden
Wie bei Kleidermotte.

Dörrobstmotte, Kupferrote

Dörrobstmotte, Kupferrote (Plodia interpunctella)

Biologie
Flügelspannweite des Falters 20 mm. Vorderflügel an der Basis gelbgrau, an der Spitze kupferrot. Ca. 200 Eier, Raupen bis 16 mm lang, weißrosa oder grünlich. Zwei Generationen pro Jahr.

Schaden
Raupen fressen Keimanlage aus Körnern heraus, Körner durch Gespinste mit Kotkrümeln zu Klumpen verbunden. Lochfraß an Dörrobst, Nüssen, Backwaren, gelagerten Drogenpflanzen, Gewürzen u. a. Zur Verpuppung hin starke Gespinstbildung.

Getreidemotte

Getreidemotte (Sitotroga cerealella)

Biologie
Flügelspannweite des Falters bis 18 mm, Vorderflügel lehmgelb mit schwarzen Punkten. Hinterflügel einfarbig, grau. Raupen erst gelblichrot, dann weiß, bis 6 mm lang, zylindrisch.

Schaden
Raupen fressen runde, glattrandige Löcher in Getreide-, Reis- und Maiskörner. Korninneres wird zerstört. Häufig in Importen aus wärmeren Gebieten.

Kornmotte

Kornmotte

Biologie
Ähnlich der Getreidemotte, Vorderflügel jedoch silberglänzend, Spannweite 12 mm. Legt ca. 100 Eier zwischen Körnern ab. Raupen weißlich-gelb bis 10 mm lang. Puppen in Getreide, aber auch in Dielenritzen, Balkenrissen u.a. verstecken.

Schaden
Getreide, besonders Roggen, wird von den Raupen an- und ausgefressen. Jungräupchen bevorzugen zunächst die Keimanlage der Körner. Körner mit Kotklumpen werden zusammengesponnen. Oft sind Getreidehaufen von glänzendem Gespinst überzogen. Schaden auch an gelagerten Drogenpflanzen, Gewürzen u.a. pflanzlichem Material.

Mücken

Kriebelmücke

Kriebelmücke

Biologie
Kleine, gedrungene Mücke, ca. 1 - 1,3 mm lang, mit auffallend breiten glashellen Flügeln und verdickten Beinen. Sind nur im Freien anzutreffen, vorwiegend an Gewässern. Eiablage erfolgt unter Wasser. Larvenentwicklung in fließenden Gewässern an Steinen und Pflanzen. Zahlreiche verschiedene Arten; treten oft in Massen auf.

Schaden
Nur die Weibchen stechen. Juckreiz anfangs sehr stark. Bei Massenauftreten starke Belästigung der Tiere und Menschen im Freien. Überträger von Blutparasiten des Geflügels und verschiedener Wurmkrankheiten.

Wald- und Wiesenmücke

Wald- und Wiesenmücke

Biologie
5 mm lang, graubraun. Eier werden vor dem Winter im späteren Hochwasserbereich auf trockenes Land abgelegt. Schon ab Februar/März schlüpfen die Larven, sobald sich mit steigendem Wasser Pfützen und Tümpel bilden. Die Überwinterung erfolgt niemals im Larvenstadium. Sehr starke Massenvermehrungen oft im Stromgebiet größerer Flüsse. Gehören zu den stechfreudigsten Mücken-Arten und sind für den Menschen sehr lästig und quälend.

Schaden
Überträger des Gelbfiebers, Dengue-Fiebers, der Hirnhautentzündung und von Filarien in den Tropen und Subtropen.

Stechmücke, Gemeine = Hausmücke, Kleine

Stechmücke, Gemeine = Hausmücke, Kleine (z. B. Culex pipiens)

Biologie
Mücken 5 - 6 mm lang, bräunlichgrau, Hinterleib mit hellen Querbändern. Hausmücken legen ihre Eier, als schwimmende Schiffchen zusammengeklebt, auf Wasseroberflächen ab. Brutstätten sind Wasseransammlungen aller Art, wie z. B. Gräben, Teiche, tote Flussarme, Jauchegruben, Pfützen, Regentonnen, verstopfte Dachrinnen, Sickerschächte, alle Autoreifen, regenwassergefüllte Konservendosen und Flaschen. Befruchtete Weibchen überwintern in Kellern und an anderen geschützten, feuchten Orten.

Schaden
Überträger der Hirnhautentzündung und von Fadenwürmer- Erkrankungen.

Stechmücken-Larven

Stechmücken-Larven

Biologie
Allen Stechmücken gemeinsam ist, dass sich ihre Larven in meist stehendem, unbewegtem und flachem Wasser entwickeln. In Deutschland kommen ca. 40 verschiedene Stechmückenarten vor. Alle haben gemeinsame Merkmale bezüglich ihrer Lebensweise: Mücken fliegen vom Frühjahr bis zum Herbst. Tagsüber halten sie sich meist an schattige, feuchten Orten (in Hecken oder Gehölzstreifen) versteckt. In der Dämmerung und nachts - an feuchtwarmen Tagen schon nachmittags - fliegen diese Insekten. Die Weibchen stechen und nehmen mit dem Stechrüssel Blut auf. Männchen stechen nicht.

Schaden
Stechmücken quälen durch ihre Stiche alle Warmblüter. Die Stiche sind mit schnell sich ausdehnender Hautschwellung und rasch nachfolgendem Juckreiz verbunden. Menschen werden sowohl im Freien als auch in Häusern - vor allem während des Schlafens - befallen. Auch in Ställen finden sich Stechmücken in großer Zahl ein. Bestimmte Arten übertragen Krankheitserreger, wie z.B. Malaria, Gelbfieber, Weil´sche Krankheit, Geflügelpocken, Hirnhautentzündungen und durch Fadenwürmer verursachte Erkrankungen.

Wiesenschnake

Biologie
Sehr große, bis zu 30 mm lange, schlanke Mücken mit außerordentlich langen Beinen. Brust und Hinterleib grau bis bräunlich. Larven leben in der Erde und fressen an den Pflanzen.

Schaden
Die Larven sind gefährliche Feldschädlinge. Dem Gartenbesitzer fallen sie als Rasenschädlinge auf. Nach dem Schlüpfen treten die Wiesenschnaken oft in Massen auf und kommen, meist durch Licht, angelockt und in Wohnungen und Kellern der Häuser.

Ratten

Wanderratte

Wanderratte (Rattus norvegicus)

Biologie
Körperlänge bis 25 cm, Schwanz schuppig und geringelt bis 22 cm lang. Oberseite des Felles graubraun bis rötlichbraun gefärbt. Der Bauch ist hellgrau bis weißlich. Die Gliedmaßen sind kurz und die Vorder- und Hinterpfoten nackt und Unterkiefer je zwei als Nagerzähne ausgebildete Schneidezähne. Diese sind kräftig, meißelartig und tief im Kiefer verankert; sie müssen ständig benutzt werden, da sie sonst weiterwachsen.

Schaden
Verschmutzung und Fraß der Nahrungs- und Futtermittel aller Art, auch verdorbener und faulender Substanzen. Daher häufig auf Müllplätzen. Nagetätigkeit an Verpackungs- und Baumaterial. Schäden auch in Feldbeständen, z.B. Mais. Nimmt auch tierische Nahrung zu sich; kleine Haustiere können angefallen und getötet werden.

Schaben / Kakerlaken

Schabe, Amerikanische

Schabe, Amerikanische (Periplaneta americana)

Biologie
26-38 mm groß, rotbraun, Halsschild rotgelb, mit 2 dunkelbraunen Flecken. Beide Geschlechter voll geflügelt. Eipakete werden nur einige Stunden bis 6 Tage umhergetragen, dann in Ecken und Ritzen festgeklebt und mit Holzspänen, Papierstückchen u. a. zugedeckt und getarnt. Larven schlüpfen nach 1-2 Monaten Gesamtentwicklungsdauer der Schabe ca. 1 Jahr. Von allen Schabenarten liebt sie die Wärme am meisten.

Schaden
Sie sind Allesfresser und gehen auch an organisches Material aller Art, wie z.B. Gewebe, Leder und Papier. Feuchte, weiche, auch faulende Lebensmittel und Stoffe werden am liebsten aufgenommen. Schaden durch Verunreinigung und Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen, wie z.B. Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose; auch Zwischenwirt von Fadenwürmern. Mitverantwortlich für den Hospitalismus in Krankenhäusern.

Möbel- oder Braunbandschabe (Supella longipalpa)

Biologie
Größe ca. 11 mm, hellkastanienbraun bis dunkelbraun, mit 2 helleren Querstreifen auf den Flügeldecken. Männchen lang-, Weibchen kurzflügelig. Eipaket wird sofort nach Fertigstellung abgelegt und in Ritzen von Möbeln usw. festgekittet. Diese Schabenart vermag auch an senkrechten Wänden und überhängenden Decken entlangzulaufen.

Schaden
Verbreitet einen süßlichen, widerlichen Geruch. Schaden wie bei der Deutschen Schabe.

Schabe, Orientalische

Schabe, Orientalische (Blatte orientalis)

Biologie
Auch Küchenschabe, Bäcker- bzw. Brotschabe oder Kakerlake genannt. 20-28 mm groß. Männchen kastanienbraun, Flügel etwas kürzer als der Hinterleib. Weibchen fast schwarz, besitzt nur Flügelstummel. Eipaket mit etwa 16 Eiern wird schon nach 2-5 Tagen wahllos abgelegt. Larven schlüpfen erst nach 2-3 Monaten. Entwicklung bei hohen Temperaturen nach 22 Wochen abgeschlossen, normalerweise aber erst nach 1 Jahr. Sonst wie die Deutsche Schabe, aber wärmeliebender.

Schaden
Verbreitet einen süßlichen, widerlichen Geruch. Schaden wie bei Deutscher Schabe.

Schabe, Deutsche = Hausschabe (Blattella germanica)

Biologie
Ca. 13 mm groß, gelbbraun, mit 2 dunkelbraunen Längsstreifen auf dem Halsschild. Beide Geschlechter geflügelt, fliegen aber nicht. Eipaket mit 20-40 Eiern wird vom Weibchen ca. 4-5 Wochen herumgetragen und dann wahllos abgelegt. Kurz darauf schlüpfen die dunkelbraun gefärbten Junglarven. Gesamte Entwicklungsdauer 2-3 Monate. Liebt wie alle Schabenarten dunkle, feuchte Verstecke und wird daher häufig lange Zeit nicht bemerkt. Geht nur nachts, wie alle Schabenarten, auf Nahrungssuche. Tiere können längere Zeit hungern. Die Eipakete sind wegen ihrer Chitinhülle sehr widerstandsfähig, auch gegenüber Bekämpfungsmitteln.

Schaden
Sie sind Allesfresser und gehen auch an organisches Material aller Art, wie z. B. Gewebe, Leder und Papier. Feuchte, weiche, auch faulende Lebensmittel und Stoffe werden am liebsten aufgenommen. Schaden durch Verunreinigung und Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen, wie z. B. Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose; auch Zwischenwirt von Fadenwürmern. Mitverantwortlich für den Hospitalismus in Krankenhäusern.

Silberfischchen

Silberfischchen

Silberfischchen (Lepisma saccharina)

Biologie
Lichtscheue, flügellose, flinke Insekten bis ca. 12 mm Länge, silbergrau gefärbt. Entwicklung bei Zimmertemperatur etwa 1 Jahr, gesamte Lebensdauer 2 Jahre. Da ihr Vorkommen an Feuchtigkeit gebunden ist, findet man sie oft in Speisekammern, Badezimmern, Küchen, Waschküchen, Abstellkammern, schlecht ausgetrockneten Neubauten, Schiffen u. a.

Schaden
Als Nahrung dienen vorwiegend kohlenhydratreiche Stoffe, wie Zuckerwaren, Kleister und Klebstoffe. Auch gestärkte Textilien, Kunstfasergewebe, Lederwaren, Bucheinbände u. a. schädigen sie durch ihren Schabe- und Lochfraß.

Wanzen

Bettwanze

Bettwanze (Cimex lectularius)

Biologie
Ca. 5-8 mm lang; stark abgeplattet, rotbraun. Larven entwickeln sich aus dem Ei in 5 Stadien zum Vollinsekt. Sie sind dem erwachsenen Tier in der Form ähnlich, aber mehr gelbbraun gefärbt. Nach dem Blutsaugen sind die Tiere stark verdickt und rot bis schwarz gefärbt. Tagsüber in Verstecken verborgen, wie z.B. Ritzen in Böden, Matratzen, hinter elektrischen Leitungsrohren, Bildern u.a. Erwachsene Tiere können Kälte ertragen und wochenlang ohne Nahrungsaufnahme leben. Befallen sind meistens Schlafräume. Ebenfalls kommen die Vogelwanzen häufig vor.

Schaden
Die Wanzen wandern - auch von entfernt liegenden Verstecken - zu den schlafenden Menschen und anderen Warmblütern (Haustiere), am Blut zu saugen. Stich des Vollinsektes und der Larven bevorzugt bei Dunkelheit. Blut wird etwa 5-10 Minuten lang gesaugt. Dabei eingespritztes Speicheldrüsensekret ist toxisch und ruft bei den meisten Menschen bis zu 7 Tage später stark juckende Quaddeln hervor. Es kommt aber auch zu großflächigen Hautentzündungen, Störungen des Allgemeinbefindens und Beeinträchtigung des Sehvermögens. Bei stärkerem Befall Belästigung durch ihren widerlichen, süßlichen Geruch im Raum.

Wespen

Wespe, Deutsche

Wespe, Gemeine (Paravespula vulgaris)

Biologie
13-20 mm lang, schwarzgelb gezeichnet. Kopfschild mit 1-3 schwarzen Punkten, hinterer Augenrand ganz gelb. Leben in Nestern. Diese bestehen aus einer papierartigen Masse. Es überwintern nur die Königinnen. Daher findet man Wespen im Frühjahr nur vereinzelt. Aus den Eiern der Königinnen entwickeln sich vor allem Arbeiterinnen, die im Spätsommer und Herbst die Wespenplage verursachen.

Schaden
Schmerzhafte Stiche. Fraß an Obst, Säften, Kuchen, Marmeladen u. a.

Wespe, Gemeine

Wespe, Deutsche (Paravespula germanica)

Biologie
13-20 mm lang, schwarzgelb gezeichnet. Kopfschild mit 1-3 schwarzen Punkten, hinterer Augenrand ganz gelb. Leben in Nestern. Diese bestehen aus einer papierartigen Masse. Es überwintern nur die Königinnen. Daher findet man Wespen im Frühjahr nur vereinzelt. Aus den Eiern der Königinnen entwickeln sich vor allem Arbeiterinnen, die im Spätsommer und Herbst die Wespenplage verursachen.

Schaden
Schmerzhafte Stiche. Fraß an Obst, Säften, Kuchen, Marmeladen u. a.

Zecken

Taubenzecke = Lederzecke

Taubenzecke = Lederzecke (Ixodes ricinus)

Biologie
4-5 mm lang, 8 Beine, Körper flach eiförmig. Körperseiten muldenförmig nach oben umgebogen. Vollgesogen bis 12 mm lang. Zecken, auch deren Larven und Nymphen, wandern aktiv zu den Wirtstieren. Sind zu mehrjährigen Hungern befähigt. Halten sich vorwiegend in Taubenschlägen, aber auch in Ställen anderer Geflügelarten auf.

Schaden
Saugen Blut vor allem von Jungtauben, Hühnern und Enten, die bei starkem Befall eingehen können. Überträger von Geflügelspirochätose. Taubenzecken wandern bei Mangel an geflügelten Wirtstieren oft erst nach längerer Zeit in benachbarte Wohnungen ein und befallen Menschen. Verursachen dann starke Entzündungen und schlecht heilende Wunden. Befall auch an Säugern möglich.

Waldzecke = Holzbock (Ixodes ricinus)

Biologie
2-4 mm, vollgesogen bis 12 mm lang; 8 Beine, Kopf, Brust und Hinterleib der Männchen mit einem großen Schild bedeckt. Weibchen kleines Schild. Larven lassen sich von Gräsern, Sträuchern usw. auf Wirtstiere fallen, beißen sich fest und lassen sich, wenn sie vollgesogen sind, nach etwa 5-7 Tagen vom Wirt herunterfallen.

Schaden
Saugen Blut an Reptilien, Vögeln, Säugetieren und Menschen. Der Einstich ist kaum spürbar; durch das Saugen kommt es zu Schwellungen, verbunden mit starkem Juckreiz. Überträger der Zeckenencephalitis und Borreliose.

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